Ob ganzer Nachmittag oder ein paar Minuten vor dem Klingeln: Dieser Deko-Guide ist zweigeteilt – zuerst die schnelle Variante für spontane Abende, dann das aufwändigere Setup für alle mit mehr Zeit und Lust auf Details.
Drei Wege zum stimmungsvollen Tisch – von spontan bis liebevoll:
| Setup | Aufbauzeit | Kosten | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Basis: Licht, Tischdecke, Spielmaterialien | wenige Minuten | aus dem Haushalt | ganz spontan |
| Wandermenagerie (Zirkus) | ca. 25 Min | unter 15 € | schneller Spieleabend |
| Schiffbrüchiger (maritim) | ca. 45 Min | unter 15 € | Abend mit mehr Zeit |
Schnell & spontan: die Basis in wenigen Minuten
Wenig Zeit? Die Spielmaterialien liegen ohnehin auf dem Tisch und setzen schon Stimmung – mit warmem Licht und einer dunklen Tischdecke wirkt das in wenigen Minuten. Der Rest darf improvisiert sein.
Fangt beim Licht an. Ihr braucht keine Dunkelheit, sondern warmes, indirektes Licht. Schaltet die grelle Deckenlampe aus und nutzt stattdessen kleinere, warme Lichtquellen – eine Steh- oder Tischlampe, dazu Kerzen als Akzent. Kein dimmbares Deckenlicht? Kein Problem, eine warme Lampe in der Ecke plus ein paar Kerzen genügen. Nur hell genug sollte es bleiben: Alle müssen ihre Rollen, die Hinweise und das Spielgerät bequem lesen können. Reines Kerzenlicht wirkt zwar stimmungsvoll, aber darin entziffert niemand seine Notizen.
Eine dunkle, schlichte Tischdecke ohne Muster beruhigt den Tisch und lässt Kerzen und Requisiten wirken.
Spielt ihr ein Krimidinner, legt die Namensschilder aus dem Spiel an die Plätze – die liegen schon bei, ihr müsst nichts vorbereiten, und alle sind vom ersten Moment an in ihrer Rolle. (Bei den Detektivspielen wie der Wandermenagerie ermittelt ihr als Team ohne feste Rollen – da entfällt das.)
Atmosphäre in wenigen Minuten: die Basis-Checkliste
- Grelle Deckenlampe aus, warme Steh- oder Tischlampe an
- Kerzen oder Teelichter als Akzent – hell genug zum Lesen bleibt es trotzdem
- Dunkle, schlichte Tischdecke ohne Muster
- Handy-Halterung oder Tablet-Ständer fürs Spielgerät
- Beim Krimidinner: die Namensschilder aus dem Spiel an die Plätze
So sah unser schnelles Setup aus. Für einen spontanen Spieleabend haben wir den Tisch zum Tod in der Wandermenagerie (Zirkus, Edinburgh 1835) gedeckt – in rund 25 Minuten, fast alles aus dem Haushalt:
- Rot-weiße Tücher lose als Tischläufer, wie die Streifen eines Zirkuszelts
- Bunte Kerzen und Flohmarkt-Silber
- Ein paar Schälchen Mikrowellen-Popcorn und eine Packung Marshmallows über den Tisch verteilt
- Zusammengewürfelte Stühle und Besteck – das gehört zum Look
- Die handillustrierten Spielmaterialien dazwischengelegt; die sind selbst schon Deko



Mit mehr Zeit: das liebevolle Setup
Mit mehr Zeit lohnt sich das Selbermachen – Requisiten und ein liebevoll gedeckter Tisch machen aus dem Setting ein kleines Bühnenbild, und der halbe Spaß entsteht schon beim Basteln.
So haben wir aufwändiger gedeckt. Für den Tod des Schiffbrüchigen (viktorianisch, 1857, Schiffbruch auf einer einsamen Insel) – Aufbauzeit etwa 45 Minuten, Material unter 15 Euro:
- Eine braune Papierrolle als Läufer, mit einer aufgemalten Schatzkarte
- Kleine Glasflaschen als Flaschenpost, mit zusammengerollten Botschaften für die Gäste
- Ein paar Muscheln und alte Wein- oder Sektflaschen, über die Kerzenwachs getropft ist
- Servietten, mit einem Stück Naturseil und einem Glitzerpapierstreifen zusammengebunden
- Ein Gemüsenetz als nachhaltige Deko, dazu ein paar Zimmerpflanzen im Raum verteilt
So wirkt alles verwuchert und gestrandet. Die handillustrierten Spielmaterialien auf den Plätzen machen ohnehin Stimmung.



Ideen für die anderen Settings
Die kompletten Tische zu diesen drei Spielen arbeiten wir in nächster Zeit aus – hier schon mal ein paar Ideen, die zum jeweiligen Fall passen:
Tod im Wikingerdorf (nordisch, 793 n. Chr.). Deckt den Tisch mit dem, was ohnehin da ist: Serviert das Essen auf Holzbrettern statt Tellern, legt eine grobe Wolldecke als Läufer auf und beschriftet einen Ast aus dem Garten mit Runen (Edding genügt). Dazu erdige Töne und ein paar Steine – schon wirkt der Tisch rau und nordisch.
Der Tod des Samurai (feudales Japan, Kirschblütenfest). Weniger ist mehr: ein einzelner blühender Zweig aus dem Garten (Kirsche, Apfel oder Forsythie) als Blickfang, dazu Servietten zu Fächern gefaltet. Gedämpftes Licht, schwarze und zarte rosafarbene Akzente, kleine Schälchen für Sake oder Tee.
Der Tod in der Zombie-WG (1998, schwäbischer Vorort). Hier wird es schrill: Gartenzwerge, grüne Akzente und grelle 90er-Fundstücke vom Dachboden – Musikkassetten, eine Lavalampe, ein Tamagotchi, alte Bravo-Hefte, ein klobiges Nokia-Handy. Bewusst zusammengewürfelt statt aufgeräumt.
Krimidinner-Deko selber machen, Flohmarkt oder kaufen
Ob selbstgemacht, vom Flohmarkt oder neu gekauft – bei Deko gibt es kein Richtig oder Falsch. Selbermachen und Second-Hand-Funde passen gut zum handillustrierten Charakter unserer Spiele: In Second-Hand-Läden findet ihr schnell alte Bücher, Kerzenhalter, Vasen oder Tischdecken, günstig und mit Geschichte. Wer lieber etwas Neues besorgt, macht damit genauso wenig falsch.
Bei Morty's Mysteries gehört Atmosphäre zum Spiel: eine eigene Tonspur, Rezeptideen zum Setting und – wenn ihr mit Dinner spielt – passende Pausenvorschläge sind eingebaut.
Häufige Fragen zur Krimidinner-Deko
Nein. Das Spiel funktioniert komplett ohne Deko – sie ist Kür, kein Muss. Schon warmes Licht und eine dunkle Tischdecke schaffen aber spürbar Atmosphäre.
Die reine Grundstimmung – Licht, dunkle Tischdecke und die Spielmaterialien auf dem Tisch – schafft ihr in wenigen Minuten. Unser komplettes Wandermenagerie-Setup stand in rund 25 Minuten, das aufwändigere Schiffbrüchiger-Setup in etwa 45 Minuten.
Meist unter 15 Euro, oft weniger. Vieles kommt aus dem Haushalt oder vom Flohmarkt; neu kaufen muss man kaum etwas.
Grelle Deckenlampe aus, warme Steh- oder Tischlampe an, ein paar Kerzen als Akzent. Wichtig: hell genug, dass alle ihre Rollen und Hinweise lesen können.
Nein. In jedem Krimidinner sind Namensschilder enthalten. Wer mag, gestaltet zusätzlich eigene – nötig ist es nicht.